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Wie du als DJ startest: Controller, All-in-One-Konsole oder Plattenspieler?

Die drei Wege zum ersten DJ-Set: Controller mit Laptop, All-in-One-Konsole oder Plattenspieler mit Mixer. Plus was du sonst noch brauchst – und womit du besser nicht startest.

Pioneer DJ DDJ-FLX4
7 Empfehlungen im Ratgeber
Inhalt
  1. Weg 1: Controller + Laptop
  2. Weg 2: All-in-One-Konsole – ohne Laptop
  3. Weg 3: Plattenspieler und Mixer
  4. Was du sonst noch brauchst
  5. Unsere Empfehlungen
  6. Der nächste Schritt
  7. Häufige Fragen

„Ich will DJ werden. Was brauche ich dafür?“ Die Frage klingt einfach, aber die richtige Antwort beginnt nicht mit einem Produkt, sondern mit einer Grundsatzentscheidung: Legst du mit einem Controller am Laptop auf, mit einer All-in-One-Konsole ganz ohne Computer oder klassisch mit Plattenspielern und echtem Vinyl? Alle drei Wege führen zum Ziel. Sie unterscheiden sich beim Budget, beim Equipment, das du transportierst, und darin, wie schnell du deinen ersten Track mixen kannst.

Dieser Leitfaden nimmt alle drei Wege einzeln unter die Lupe, zeigt dir die jeweiligen Vor- und Nachteile und präsentiert unsere Empfehlungen – basierend auf echten Verkäufen im Shop, nicht auf kopierten Internet-Toplisten.

Weg 1: Controller + Laptop

So starten die meisten. Der Controller hat zwei kleine Jogwheels, einen Mixer in der Mitte und Effekt-Buttons, während die Software am Laptop die eigentliche Arbeit übernimmt: Sie verwaltet deine Tracks, zeigt dir die Wellenformen und hilft beim Beatmatching. Das Modell, mit dem die meisten unserer Kunden beginnen, bringt alles mit, was du an Software brauchst: rekordbox ist im Performance-Modus kostenlos, Serato DJ Lite ist enthalten, und falls du keinen Laptop hast, kannst du den Controller auch mit Smartphone oder Tablet verbinden – über die Apps rekordbox oder djay. Und um gleich die häufigste Frage zu beantworten: Nein, direkt von YouTube kann man nicht mixen – die Tracks müssen deine eigenen Dateien sein. Die Zahl spricht für sich: 88 Stück im letzten Jahr verkauft – mit Abstand unser meistverkauftes DJ-Gerät.

Die komplette Auswahl findest du in der Kategorie DJ-Controller und -Konsolen. Am Anfang ist es weniger wichtig, wie viele Knöpfe das Gerät hat – wichtiger ist, regelmäßig zu üben; die Grundfertigkeiten (Beatmatching, EQ, Übergänge) bleiben auch später auf jedem anderen Setup nützlich.

Das Budget muss keine Hürde sein: Bei Numark findest du ehrliche Einsteiger-Controller, Serato DJ Lite inklusive. Der DJ2GO2 Touch ist die Taschenvariante (im wörtlichen Sinn: Er wiegt 340 Gramm), mit der du das Mixen ausprobierst, bevor du ernsthaft investierst. Der Party Mix Live ist die einzige Ausnahme von der Regel „Lautsprecher kauft man separat“: Er hat Stereo-Lautsprecher und eine mit der Musik synchronisierte LED-Lichtshow eingebaut; du schließt ihn an den Laptop an, und die Party hat Sound und Licht zugleich. Und den ernsthaften Budget-Controller in voller Größe empfehlen wir weiter unten.

Weg 2: All-in-One-Konsole – ohne Laptop

Die All-in-One-Konsole hat ein eigenes Display, liest die Tracks direkt vom USB-Stick und braucht keinen Computer: Musik drauf, einschalten, losmixen. Das ist die Wahl vieler Event-DJs – niemand will einen Laptop, der mitten auf der Hochzeit abstürzt – und es kommt dem Club-Setup am nächsten, weil die aktuellen Modelle direkt die Funktionen von Club-Playern und -Mixern übernehmen. Das Topmodell dieser Reihe, XDJ-AZ (eine Preisklasse über der unten empfohlenen Konsole), ist übrigens das umsatzstärkste DJ-Gerät in unserem Sortiment.

Der Preis liegt allerdings deutlich über dem eines Einsteiger-Controllers, daher macht dieser Weg Sinn, wenn du schon weißt, dass du auf Events auflegst oder von Anfang an das Komplett-Setup willst. Die Modelle findest du in der Kategorie Digitale DJ-Konsolen, separate Club-Player in der Kategorie DJ-Player.

Weg 3: Plattenspieler und Mixer

Der klassische Weg: zwei Plattenspieler, ein Mixer dazwischen und Vinyl. Das Feeling ist einzigartig, aber es ist auch der Weg mit dem meisten Gepäck: Neben den beiden Plattenspielern und dem DJ-Mixer kostet jede einzelne Platte in deiner Tasche extra; zur Auswahl des Mixers gibt es einen eigenen Leitfaden. Zum Auflegen brauchst du Plattenspieler mit Direktantrieb, nicht mit Riemen: Sie starten sofort und halten die Geschwindigkeit stabil, auch wenn du die Platte berührst. Die Auswahl findest du in der Kategorie Plattenspieler & Zubehör.

Eine häufige Falle: Automatische Plattenspieler mit Riemenantrieb sehen ähnlich aus und sind günstiger, sind aber zum Hören, nicht zum Mixen gebaut. Falls du eigentlich genau das suchst (einen entspannten Vinyl-Abend statt DJ-Set), ist das völlig okay: Unsere meistverkauften Plattenspieler stammen genau aus dieser Kategorie – eine Empfehlung dazu findest du weiter unten.

Was du sonst noch brauchst

Kopfhörer sind das einzige wirklich unverzichtbare Teil von Anfang an: geschlossen, robust, mit drehbaren Ohrmuscheln, damit du mit einem Ohr den nächsten Track vorhören kannst; offene Studiokopfhörer sind dafür nicht gemacht. Den absoluten Klassiker für die DJ-Booth findest du unten in den Empfehlungen, für kleines Budget gibt es solide Alternativen wie die Behringer HC-200, ebenfalls geschlossen und klappbar; alle Modelle findest du in der Kategorie DJ-Kopfhörer. Das zweite oft unterschätzte Teil ist der Tisch: Der Wohnzimmertisch hat weder die richtige Höhe noch die nötige Stabilität zum Auflegen, DJ-Tische und -Ständer lösen genau dieses Problem – von einfachen L-Ständern bis zu klappbaren Booth-Tischen. Und ab dem Tag, an dem du dein Equipment transportierst, wird das Case Pflicht: Für unseren meistverkauften Controller gibt es z.B. ein passgenaues UDG-Hardcase, stabil, mit Fleece-Innenfutter und Platz für Netzteil und Kabel; die ganze Auswahl findest du in der Kategorie DJ-Equipment-Taschen. Lautsprecher können warten: Zum Üben reichen Kopfhörer, und wenn die ersten Partys anstehen, gibt es einen eigenen Leitfaden zu Lautsprechern und Verstärkung. Alles Weitere findest du in der Kategorie DJ-Zubehör, sobald die ersten Gigs kommen – nicht vorher.

Unsere Empfehlungen

Sieben Vorschläge: einer für jeden Weg, eine Budget-Alternative, einer für alle, die unterwegs merken, dass sie doch etwas anderes wollen, plus die beiden Teile, die alle vergessen – Kopfhörer und Tisch; Preise und Lagerbestand unten sind aktuell. Das realistische Startbudget umfasst das Equipment plus Kopfhörer; alles andere kommt mit der Zeit dazu.

Für den Controller-Weg ist die Empfehlung einfach, weil sie auch die unserer Kunden ist: das Einsteigermodell von Pioneer DJ, das wichtige Features von den Profi-Controllern übernimmt. Kommt mit rekordbox (Performance-Modus) und Serato DJ Lite (Pro-Lizenz separat erhältlich), funktioniert auch mit dem Smartphone und wird per USB-C betrieben, Kabel liegt bei. Kopfhörer sind nicht enthalten – rechne sie ins Startbudget ein. Ein ehrlicher Hinweis: Das Gerät verkauft sich schneller, als wir nachbestellen können – wenn es nicht auf Lager ist, ist die nächste Lieferung beim Lieferanten bereits angefragt.

Standard-Start
Pioneer DJDDJ-FLX4DJ-Controllerauf Bestellung

Und wenn du den ernsthaften Controller ohne den ernsthaften Preis willst, heißt die Alternative Numark: zwei Kanäle in voller Größe, Dreiband-EQ mit Filter, Pads für Hot Cue, Loop und Sampler, plus Effekte auf dedizierten Paddles, die du im laufenden Mix auslöst. Läuft mit Serato (Lite inklusive, Pro-kompatibel), wird per USB betrieben und hat zwei Kopfhörerausgänge, Miniklinke und große Klinke. Im Lieferumfang: der Controller und das USB-Kabel.

Budget-Alternative

Für den Weg ohne Laptop: die All-in-One-Konsole mit 10,1-Zoll-Touchscreen von Pioneer DJ – zwei Kanäle, zwei Decks, Funktionen direkt aus dem Club-Equipment, Mikrofoneingang (XLR) und kompatibel mit rekordbox und Serato DJ Pro. Kabel und Softwarelizenz sind im Lieferumfang enthalten; nur Kopfhörer und Lautsprecher musst du noch ergänzen. Das ist kein Kauf auf Probe – das ist das Gerät, das dich viele Jahre begleitet.

Ohne Laptop
Pioneer DJXDJ-RX3DJ-Konsoleauf Lager

Für den Vinyl-Weg: der Direktantrieb-Plattenspieler von Audio-Technica – S-förmiger Tonarm mit hydraulischer Dämpfung, dynamisches Antiskating, VM95E-Tonabnehmer mit wechselbaren Nadeln (von konisch bis Shibata) und drei Geschwindigkeiten, inklusive 78 RPM für alte Scheiben. Der Phono-Vorverstärker ist integriert und umschaltbar, per USB kannst du deine Sammlung digitalisieren. Für ein komplettes Set brauchst du zwei davon plus Mixer; und wenn echtes Beatmatching das Ziel ist, prüfe vor dem Kauf das Pitch-Feintuning in den Produktdetails.

Und falls du beim Lesen gemerkt hast, dass du eigentlich nur Vinyl hören willst, gibt es die passende Variante: vollautomatisch, mit Riemenantrieb, integriertem Vorverstärker, USB-Ausgang zum Digitalisieren und Staubschutzhaube. Platte auflegen, Knopf drücken, der Arm senkt sich automatisch. Lautsprecher sind nicht integriert: Du verbindest ihn mit Aktivboxen oder jeder Anlage mit AUX-Eingang, das RCA-Miniklinke-Kabel liegt bei. Nicht zum Mixen – sondern für entspannte Abende. Über die Wahl eines Plattenspielers nur zum Hören haben wir einen eigenen Leitfaden geschrieben.

Nur zum Hören
Audio-TechnicaLP60X USB GMPlattenspielerauf Lager

Bei Kopfhörern empfehlen wir die direkte Fortführung der HD-25-Familie – das Modell, das du seit Jahrzehnten in DJ-Booths siehst: On-Ear, geschlossen, einseitiges Kabel und nur 140 Gramm, perfekt für das Vorhören mit einem Ohr. Die Plus-Version kommt mit Ersatz-Ohrpolstern, zusätzlichem geradem Kabel und Transporttasche.

Kopfhörer-Klassiker
SennheiserHD-25 PlusMonitoring-Kopfhörer für DJsauf Lager

Und für das Tischproblem: die Gravity-Variante – höhenverstellbares Doppel-X-Stativ mit gelochter Stahlplatte (100 x 48 cm), trägt bis zu 60 kg, also Controller, Laptop und alles drumherum. Nach dem Gig einfach zusammenpacken und allein transportieren: wiegt etwa 11 kg inklusive Stahlplatte.

DJ-Tisch
GravityKSX-2 Rapid DeskDJ-/Keyboardtischauf Lager

Der nächste Schritt

Das komplette Sortiment – von Controllern über Plattenspieler bis Zubehör – findest du in der Kategorie DJ-Equipment. Und falls du eine Empfehlung für deine spezielle Situation möchtest (wo du auflegst, welche Musik, welches Budget), schreib uns: Wir antworten konkret, nicht mit einer Linkliste.

Häufige Fragen

Brauche ich einen Laptop, um mit dem Auflegen zu starten?

Nicht unbedingt. Mit einem Controller ja: Die Software auf dem Laptop übernimmt die Hauptarbeit, und die kostenlosen Versionen (rekordbox im Performance-Modus, Serato DJ Lite) sind beim empfohlenen Einsteiger-Controller dabei. Manche Modelle lassen sich aber auch direkt mit Smartphone oder Tablet verbinden – über die Apps rekordbox oder djay. All-in-One-Konsolen brauchen keinen Computer: Sie haben ein eigenes Display und lesen die Tracks vom USB-Stick.

Controller oder Plattenspieler für den Anfang?

Für die meisten ist der Controller der beste Start: geringere Einstiegskosten, Software hilft beim Beatmatching, und alles, was du lernst, bleibt später nützlich. Plattenspieler bieten das beste Feeling, sind aber auch das aufwendigste Setup: zwei Plattenspieler, Mixer und jede Platte einzeln gekauft. Es ist keine falsche Wahl – nur eine teure, wenn man früh damit startet. Viele steigen nach ein oder zwei Jahren Controller auf Vinyl um.

Welche Kopfhörer brauche ich als DJ?

Geschlossene, robuste Kopfhörer, die Außengeräusche abschirmen, idealerweise mit drehbaren Ohrmuscheln, damit du mit einem Ohr vorhören kannst, während das andere den Raum hört. Offene Studiokopfhörer sind ungeeignet: Sie lassen zu viel Schall durch. Spezielle DJ-Kopfhörer gibt es schon zu günstigen Preisen, und der Unterschied zu normalen Kopfhörern zeigt sich, sobald du in lauter Umgebung den nächsten Track einpassen willst.

Brauche ich von Anfang an Lautsprecher?

Nein. Zum Üben zu Hause reichen Kopfhörer völlig aus – und deine Nachbarn werden es dir danken. Lautsprecher werden erst nötig, wenn die ersten Partys anstehen oder du den Mix im Raum spüren willst; was du dann auswählst, ist Thema unseres separaten Leitfadens zu Lautsprechern und Verstärkung. Das ist ein eigener Kauf mit eigenen Kriterien, den du entspannt auf später verschieben kannst.

Welche DJ-Software nutze ich am Anfang?

Die, die beim Gerät dabei ist: rekordbox bietet einen kostenlosen Performance-Modus für Mac und Windows, und der empfohlene Einsteiger-Controller enthält Serato DJ Lite. Pro-Versionen mit erweiterten Funktionen kosten extra (Lizenz oder Abo), aber in den ersten Monaten vermisst du sie nicht. Wähle die Software passend zum Gerät, nicht umgekehrt – die Kompatibilität steht bei jedem Produkt.

Kann ich Musik von Spotify oder YouTube mixen?

Von YouTube geht es nicht: Es gibt keine Integration mit DJ-Software. Bei Streaming-Diensten ist es kompliziert: Integrationen kommen und gehen mit den Lizenzen, meist brauchst du ein kostenpflichtiges Abo und Internetverbindung, und die Tracks gehören nicht dir. Die sichere Regel: Eigene Musikbibliothek als Dateien auf Laptop oder Stick. Das ist die erste DJ-Lektion – die Musik im Set muss dir gehören, nicht der Plattform.

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